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Zeitzeugentreffen und aktuelle Diskussion bei der 17. Sitzung des Zentralen Runden Tischs

DEZ
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Zeitzeugentreffen und aktuelle Diskussion bei der 17. Sitzung des Zentralen Runden Tischs


Samstag, 7. Dezember 2019, 14:00 - 19:00 Uhr
Hotel Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Ziegelstraße 30, 10117 Berlin, Deutschland
Moderation: Werner Krätschell
© © Robert-Havemann-Gesellschaft/Rolf Walter/RHG_Fo_

Runde Tische waren während der Friedlichen Revolution wichtige Gremien, um Grundlagen des gesellschaftlichen Zusammenlebens zu diskutieren und festzulegen. Der erste Zentrale Runde Tisch kam am 7. Dezember 1989 im Kirchensaal der Herrnhuter Brüdergemeine im Bonhoefferhaus in Berlin-Mitte auf Einladung des Bundes der Evangelischen Kirchen in der DDR zu seiner ersten Sitzung zusammen. Genau 30 Jahre später hat die Initiativgruppe 17. Sitzung Zentraler Runder Tisch ein Treffen am gleichen Ort organisiert, um das historische Ereignis und seine Akteurinnen und Akteure zu würdigen sowie über grundlegende Fragen zur gesellschaftlichen Erneuerung zu diskutieren.  Eingeladen sind Vertreterinnen und Vertreter der damaligen Gruppen und Parteien des Zentralen Runden Tisches sowie pro Gruppe oder Partei je eine nach 1989 geborene, am Thema interessierte Person „Damit ist die Möglichkeit zur Begegnung mit der nächsten Generation am historischen Ort, Datum, und mit heutigen Themen gegeben“, heißt es in der Einladung. 

Außerdem regen die Veranstalter die Teilnehmenden dazu an, einen Änderungsvorschlag für das Grundgesetz einzureichen. Die Vorschläge sollen in der 17. Sitzung diskutiert, beschlossen oder verworfen werden, um anschließend ein Konsenspapier an die im Bundestag vertretenen Parteien zu verschicken. 

Moderieren werden Werner Krätschell und  Martin Lange (angefragt), die beide 1989 den Zentralen bzw. den Berliner Runden Tisch moderiert haben. 

Die interessierte Öffentlichkeit ist ausdrücklich dazu eingeladen, den Verhandlungen während der 17. Sitzung direkt vor Ort zu folgen und sich daran zu beteiligen.

Kooperationspartner sind der Evangelische Kirchenkreis Berlin Stadtmitte und der Verein Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.

 Hintergrund: Am 7. Dezember 1989 trafen sich Vertreterinnen und Vertreter von SED, Massenorganisationen, Blockparteien und der Opposition auf Einladung der Kirchen in Ost-Berlin erstmals zu Gesprächen am zentralen "Runden Tisch", um über die Zukunft der DDR zu sprechen. Themen waren das Ende von SED-Herrschaft und Staatssicherheit, eine demokratische Umgestaltung, freie Volkskammerwahlen sowie eine neue Verfassung. Kirchenvertreter moderierten das Gespräch.