Neugestaltung Luther-Denkmal: Gewinner des Ideenwettbewerbs steht fest

Veröffentlicht am Fr., 24. Jun. 2016 08:11 Uhr
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Der Gewinner des Ideenwettbewerbs zur Neugestaltung des Luther-Denkmals vor der Berliner St. Marienkirche steht fest:

Der 1. Preis geht an den Entwurf des Berliner Künstlers Albert Weis und an das Architekturbüro Zeller & Moye, Mexico City/Mexico (www.zellermoye.com)


Weitere Preisträger sind:

2. Preis: Werner Mally, München, mit Kunze Seeholzer Architekten, München

3. Preis: Katrin Wegemann, Berlin, mit ew architects, Recklinghausen

4. Preis: Atelier Monobloque, Berlin, mit Häfner Ingenieure GmbH, Berlin


Initiator des Projekts ist eine Gruppe von Vertretern aus Gesellschaft und Kirche. Das Land Berlin und die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz unterstützen des Projekt als Träger. Der Kirchenkreis Berlin Stadtmitte fungierte in Abstimmung mit der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt als Auslober des offenen zweiphasigen Ideenwettbewerbs und stellte dafür insgesamt 27.400 Euro für Preise und
Aufwandsentschädigungen zur Verfügung.


In der 1. Phase des Wettbewerbs hat das mit renommierten Theologen, Künstlern, Architekten und Landschaftsarchitekten besetzte Preisgericht unter Vorsitz des Kölner Architekten Kaspar Kraemer sechs der 52 eingereichten Entwürfe für eine detaillierte Ausarbeitung ausgewählt. Am vergangenen Mittwoch, den 22. Juni 2016, hat es sich aus diesen für einen Gewinner-Entwurf entschieden.


Die 1895 anlässlich des 400. Geburtstages von Martin Luther errichtete, zehn mal zehn Meter große und 15 Meter hohe monumentale Denkmal-Anlage stand ursprünglich auf dem Neuen Markt, nahe der Straßenkreuzung Spandauer Straße/Kaiser-Wilhelm-Straße (heutige Karl-Liebknecht-Straße). Während der Kriegsjahre wurden die acht Begleitfiguren, die gemeinsam mit der Luther-Figur die Denkmalanlage bildeten, zu Rüstungszwecken eingeschmolzen. Kurz vor Kriegsende zerstörten Bomben den Neuen Markt und damit auch die Denkmalanlage. Nur die Luther-Bronzefigur blieb erhalten und befindet sich heute eher versteckt an die Nordseite der St. Marienkirche. Teile des historischen Fundaments wurden bei einer archäologischen
Stichgrabung im Jahre 2015 freigelegt.


Alle 52 eingereichten Entwürfe können bis zum 10. Juli 2016 in einer Ausstellung in der Marienkapelle der St. Marienkirche am Alexanderplatz besichtigt werden.


www.phase1.de/projects_lutherdenkmalberlin2017_res...