Berlin erinnert an Befreiung von Auschwitz vor 75 Jahren

Berlin erinnert an Befreiung von Auschwitz vor 75 Jahren


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Veröffentlicht am Donnerstag, 16. Januar 2020, 10:53 Uhr

Zum 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar wird in Berlin vielerorts an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Den Auftakt macht ein Gedenken am Holocaust-Mahnmal unter anderem mit der Publizistin Lea Rosh, dem Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden, Uwe Neumärker, und dem evangelischen Landesbischof Christian Stäblein, wie die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz  am Dienstag ankündigte. Das Jüdische Totengedenken hält Rabbiner Andreas Nachama, Vorsitzender der Allgemeinen Rabbinerkonferenz Deutschland. 

Zu einem Gedenken am Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen "Euthanasie"-Morde wird der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Jürgen Dusel, erwartet. Weitere Gedenken gibt es unter anderem am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen und am Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas. Dazu wurden Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Linke) und die Vorsitzende des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg, Petra Rosenberg, angekündigt.

In der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche findet am Abend ein christlich-jüdischer Gedenkgottesdienst statt. Gestaltet wird er von Bischof Stäblein gemeinsam mit Rabbiner Nachama und Weihbischof Matthias Heinrich. 

Bereits am 25. Januar lädt der Berliner Dom zu einer Lesung mit Klaus Maria Brandauer aus Texten von Dietrich Bonhoeffer ein. Am 26. Januar kommt in der Kirche ein "Requiem für Auschwitz" zur Aufführung. (epd)