45 Jahre Gleichberechtigung

45 Jahre Gleichberechtigung


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Veröffentlicht am Dienstag, 27. August 2019, 10:31 Uhr
© EKBO

Frauen auf der Kanzel: Heute ist das für uns ein gewohntes Bild. Doch das war nicht immer so. Erst 1974 beschloss die Landessynode der EKBO die Gleichstellung von Männern und Frauen im Pfarramt. 45 Jahre Gleichberechtigung - zu diesem Anlass zeigt die Französische Friedrichstadtkirche mit der Wanderausstellung „Vorgängerinnen“ von 18. August bis 1. September 2019 (Di–So von 12–17 Uhr) eine andere Emanzipationsgeschichte: den Weg von Frauen in das geistliche Amt.

Anfänge gab es bereits im 16. Jahrhundert: Argula von Grumbach trat als eine der ersten Frauen öffentlich für die Reformation ein. Allerdings dauerte es mehr als 500 Jahre, bis Frauen auch rechtliche Gleichstellung erhielten – und selbst geistliche Ämter bekleiden durften.

Die Ausstellung informiert über die wichtigsten Meilensteine auf dem Weg zur Gleichberechtigung von Mann und Frau in der Kirche: 1908 Zulassung von Frauen zum Studium, 1920 erstes theologisches Examen einer Frau, 1943 erste Ordinationen von Frauen, 1974 die Änderung der Grundordnung der Landeskirche. Noch bis 1974 galt in der EKBO die sogenannte „Zölibatsklausel“: Frauen, die heirateten oder Kinder bekamen, wurden aus dem kirchlichen Dienst mit sofortiger Wirkung entlassen.

Das alles zeigt die Ausstellung am Beispiel von 17 Frauen: darunter Ilse Kersten, erste Absolventin der Theologie in Berlin (1920). Anna Paulsen, promovierte Theologin, die sich während des Zweiten Weltkriegs für die vollen Ordinationsrechte einsetzte. Aber auch Frauen von heute, wie Heilgard Asmus, erste gewählte Generalsuperintendentin.

„Vorgängerinnen“ ist eine Wanderausstellung der Evangelischen Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO). Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Bischof Dr. Markus Dröge (Leitung: PD Dr. Rajah Scheepers) begleitende Festschrift befindet sich unter https://www.ekbo.de/fileadmin/...