Wohn- und Beratungshaus Tieckst. 17: Die ersten Frauen dürfen endlich einziehen

Wohn- und Beratungshaus Tieckst. 17: Die ersten Frauen dürfen endlich einziehen


# Nachrichten - Aktuelles
Veröffentlicht von Christiane Bertelsmann am Dienstag, 30. April 2019, 14:53 Uhr
© ©H.Hoecker/DWStadtmitte

Seit Freitag, den 26. April 2019 können endlich die ersten Frauen und Kinder in das Wohn- und Beratungshaus in der Tieckstraße 17 in Berlin Mitte ein temporäres Zuhause finden. Aufgrund von Verzögerungen der Bauarbeiten hatte sich der eigentlich für März geplante Einzugstermin hingezogen. Betrieben wird der Wohnraum für Frauen und ihre Kinder vom Diakonischen Werk Berlin Stadtmitte e. V.. „Gut die Hälfte der 26 Plätze haben wir belegen können“, sagt Ute Kerstan, die den Wohnraum für Frauen in der Tieckstraße 17 leitet, „Wir haben sowohl Einzelzimmer an Frauen vermittelt als auch Familienappartements - zum Beispiel an eine Familie, die nach einem Brand wohnungslos geworden ist.“

Das Haus in der Tieckstraße 17 ist ein ehemaliges Pfarrhaus, das die Koepjohann’schen Stiftung von der Kirchengemeinde am Weinberg in Erbpacht übernommen hat. Das Diakonische Werk Berlin Stadtmitte e.V. ist Mieter der vier Etagen und gleichzeitig Betreiber der Einrichtungen für Frauen und Kinder in Not. Die Koepjohannsche Stiftung wird in den Räumlichkeiten nach Abschluss der Bauarbeiten eine Notübernachtung für Frauen anbieten. 

Offiziell eröffnet wurde das Wohn- und Beratungshaus für Frauen in Not bereits im Februar 2019. Gedämpft wurde die Stimmung durch eine Forderung des Berliner Bezirksamts Mitte nach Zweckentfremdungsabgaben. Dagegen hat das Diakonische Werk Berlin Stadtmitte e. V. Widerspruch eingelegt. Das Verfahren dauert weiter an, Staatssekretär Alexander Fischer hatte sich aber optimistisch geäußert und versprochen, eine Lösung zu finden.Die Unterkunft „Tieck 17 – Wohnraum für Frauen“ mit 27 Unterkunftsplätzen für wohnungslose Frauen und Kinder wurde bei der Ausstattung der Räumlichkeiten mit Küchen, Haushaltsgeräten und Mobiliar großzügig gefördert von der „Glücksspirale“ unterstützt. Weitere Spenden erhielt die Einrichtung  von „SamBA“ (Sammelfonds für Geldauflagen zu Gunsten gemeinnütziger Einrichtungen“ und über die TAGESSPIEGEL-Spendenaktion.
Die Ausstattung der vier Appartements im Hochparterre für wohnungslose Frauen und Kinder im „Betreuten Einzelwohnen“ wurde finanziell gefördert durch „Wohlfahrtsmarken“ und durch „Kollektenmittel“.
Darüber hinaus haben private Spender die Arbeit im „Wohn- und Beratungshaus für Frauen in Not“ unterstützt.